Bis zu 600.000 US-Dollar über ETF
Der US-Senator David McCormick hat im Februar und März 2025 Bitcoin im Wert von bis zu 600.000 US-Dollar über den Bitwise Bitcoin ETF gekauft. Der ETF bildet den Bitcoin-Kurs direkt ab und wird an der Börse NYSE Arca gehandelt. Laut den veröffentlichten Finanzunterlagen erfolgten die Käufe über mehrere Transaktionen verteilt auf verschiedene Tage. Diese Investitionen gelten als bedeutend, weil McCormick erst seit Januar 2025 im US-Senat sitzt und bereits Teil eines Gremiums ist, das sich mit digitalen Vermögenswerten beschäftigt.
Persönliche Bitcoin-Investition eines Senators sorgt für Aufmerksamkeit
McCormick hatte bereits vor seiner Amtszeit politische Ambitionen und war in der Finanzbranche aktiv. Mit dieser Investition zeigt er nun auch privat Interesse an Bitcoin und dem wachsenden Markt rund um Kryptowährungen. Die Tatsache, dass ein aktiver Senator mit direktem Einfluss auf künftige Krypto-Regulierungen in Bitcoin investiert, hat Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es wird nicht nur über die Höhe des Investments gesprochen, sondern auch über die möglichen Auswirkungen auf seine Rolle in der Gesetzgebung.
Politische Verantwortung trifft auf persönliche Finanzentscheidungen
David McCormick ist Mitglied des Bankenausschusses im US-Senat. Innerhalb dieses Ausschusses arbeitet er im Unterausschuss für digitale Vermögenswerte mit. Dieses Gremium beschäftigt sich mit der Regulierung von Kryptowährungen, Blockchain-Projekten und anderen digitalen Finanztechnologien. Das heißt, McCormick ist an politischen Entscheidungen beteiligt, die den Kryptomarkt direkt betreffen können.
Wenn ein Senator in ein Produkt investiert, das unter seiner politischen Aufsicht steht, stellt sich die Frage nach der Unabhängigkeit. Kritiker werfen ihm deshalb vor, er könne in einen Interessenkonflikt geraten. Solche Situationen sind in der US-Politik nicht neu, aber der Bereich Krypto ist besonders sensibel, da es bislang wenige klare gesetzliche Vorgaben gibt.
McCormick selbst äußerte sich bislang nicht konkret zu seiner Investition, allerdings hat er sich mehrfach öffentlich für die Förderung von Blockchain-Technologien ausgesprochen. In seiner Funktion als Senator hat er Zugang zu Informationen, die andere Investoren nicht haben. Diese Kombination aus Wissen und politischem Einfluss macht seine Rolle besonders heikel. Viele Beobachter fordern daher strengere Regeln für Finanzgeschäfte von Abgeordneten, vor allem in Bereichen, die sie politisch mitgestalten. In den USA gibt es bisher keine klaren Verbote, die solche Investitionen ausschließen würden. Doch der Fall McCormick zeigt, wie wichtig klare und nachvollziehbare Regeln in diesem Bereich wären.