Bank of England Mitglied fordert Zentralbanken zur Herausgabe eigener Kryptowährungen auf

Sarah John, ein Vorstandsmitglied der englischen Zentralbank (Bank of England), hat sich befürwortend zu einer staatlichen Kryptowährung geäußert, wie The Telegraph am 22. Februar berichtet. In diesem Zusammenhang fordert sie auch andere Zentralbanken auf, ihre eigenen Kryptowährungen zu entwickeln, um damit auf die Krypto-Ambitionen privatwirtschaftlicher Unternehmen zu reagieren.

Laut John ist es „sehr wichtig“, dass sich Zentralbanken über sogenannte Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) Gedanken machen als eine mögliche Antwort auf die Krypto-Projekte großer Technologiekonzerne.

Das Vorstandsmitglied der Bank of England warnt, dass die aktuelle Lethargie der Zentralbanken dazu führen könnte, dass diese im Bereich der digitalen Zahlungen gegenüber der Wirtschaft ins Hintertreffen geraten, weshalb es „unabdingbar“ sei, sich nun mit dem Thema Digitalwährungen auseinanderzusetzen.

„Es ist absolut richtig, dass Zentralbanken jetzt darüber nachdenken, ob es sinnvoller ist, dass die Privatwirtschaft oder die Regierung eine Digitalwährung herausgibt.“

Finanzstabilitätsrat drückt aufs Gas

Die mahnenden Worte von Sarah John kommen nur wenige Tage nachdem Randal Quarles, der Vorsitzende des Finanzstabilitätsrates (FSB), die Länder der G-20 dazu aufgefordert hat, die Entwicklung von gesetzlichen Bestimmungen für virtuelle Währungen zu beschleunigen.

In einem Brief an die Zentralbank-Chefs und Finanzminister der G-20 hat Quarles auf die rasante Innovationsgeschwindigkeit im Bereich der digitalen Zahlungen und Stablecoins hingewiesen, weshalb „die Ausarbeitung entsprechender Regulierungs- und Überwachungsmaßnahmen beschleunigt werden muss“. So schreibt er:

„Da sich dieser Bereich ständig weiterentwickeln wird, wird es immer neue Ansatzpunkte geben, auf die reagiert werden muss. Der Finanzstabilitätsrat ruft deshalb eine Arbeitsgruppe ins Leben, die erörtern soll, was getan werden muss und wie bestehende Maßnahmen angepasst werden müssen.“

Am 23. Februar hat die G-20 ihrerseits eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der es heißt, dass „globale Stablecoins (…) geprüft und entsprechend behandelt werden müssen, ehe sie in Betrieb gehen“. Dahingehend unterstützt sie auch die Bemühungen des Finanzstabilitätsrates, „eine Empfehlung für gesetzliche Richtlinien zu entwickeln“.

In diesem Kontext soll der FSB bis Oktober 2020 einen Fahrplan für die Verbesserung internationaler Zahlungen vorlegen.





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