„Bitcoin hat einen Gegenwert, US-Dollar womöglich nicht“

Brian Brooks, der ehemalige Direktor der amerikanischen Bankenaufsicht OCC, befindet, dass Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) im Gegensatz zum US-Dollar einen tatsächlichen Gegenwert haben.

Die entsprechende Feststellung machte der ehemalige „Comptroller of the Currency“ im Interview mit CNBC, wobei diese eine Antwort auf die jüngsten Äußerungen des US-Zentralbankchefs Jerome Powell sind. Powell hatte sich in dieser Woche scheinbar widersprüchlich über Kryptowährungen geäußert, als er zunächst meinte, dass Bitcoin „ein Substitut für Gold“ ist, dann jedoch ergänzte, dass der Krypto-Marktführer „keinen richtigen Gegenwert hat“.

CNBC-Moderator Joseph Kernen zeigte sich im Interview mit Brooks dementsprechend verwirrt über die Worte des Zentralbankchefs: „Er hat eben gesagt, dass Bitcoin wie Gold ist, aber kein Wertaufbewahrungsmittel. Sieht er Gold nicht als Wertaufbewahrungsmittel an?“

Der ehemalige OCC-Direktor Brooks entgegnet, dass die Zentralbank mit ihrer Geldpolitik höchstselbst dafür gesorgt hat, dass Bitcoin inzwischen eine ähnliche Funktion wie das Edelmetall erfüllt, denn durch die drastische Erhöhung der Geldmenge hat die „Fed“ den US-Dollar abgewertet: „Wenn man das in diesem Maße macht, dann ist der US-Dollar ein um 40 % schlechteres Wertaufbewahrungsmittel als noch vor einem Jahr. Und genau das ist der Grund, warum die Leute auf Bitcoin ausweichen.“

Die Ursache dafür sieht er wiederum in der Aufhebung des Goldstandards durch Präsident Richard Nixon in den 70er-Jahren, wobei er die Lesart seines Kollegen, nicht teilt:

„Was ich damit sagen will, ist dass der US-Dollar womöglich gar keinen richtigen Gegenwert hat. (…) Aber Kryptowährungen haben einen tatsächlichen Gegenwert. Sie basieren auf Blockchain-Netzwerken, und wenn man eine Währungseinheit von Bitcoin oder einer anderen Kryptowährung kauft, dann kauft man einen Teil eines Finanznetzwerks, das für Transaktionen von verschiedensten Werten gebaut ist.“

Die rasant wachsende Menge an Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Netzwerke sieht Brooks dementsprechend als Grund dafür, dass die Kryptobranche inzwischen einen Marktwert von mehr als 2 Bio. US-Dollar hat. „Ich glaube, dass es sowas wie Schwarmintelligenz gibt. Und der Schwarm zeigt uns, dass diese Netzwerke die Zukunft der Finanzbranche sind. Ich will ein Teil davon sein“, wie Brooks abschließend feststellt.

Die amerikanischen Regierungsbehörden wollen sich auch nicht abhängen lassen, weshalb die Arbeit an einem Digitalen Dollar langsam konkrete Züge annimmt. Zentralbankchef Powel will deshalb nun die Zustimmung des Parlaments einholen, um mit der Digitalisierung des US-Dollars voranschreiten zu dürfen.





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