Investor Raoul Pal sieht optimistische Bitcoin-Signale


Raoul Pal möchte, dass Bitcoin-Investoren ihre Trades gegen Elon Musk mobilisieren. Der Makro-Investmentstratege riet Händlern, entweder zu kaufen oder ihre Bitcoin (BTC)-Bestände zu halten. Die größte Kryptowährung hat über das Wochenende und zu Beginn dieser Woche massive Rückgänge verzeichnet.

Bitcoin fällt über das Wochenende und am Montag um 16,92 Prozent. Quelle: TradingView

Die Bullen gerieten unter Druck, als Elon Musk den Kryptowährungsmarkt verunsicherte. Am 12. Mai gab der Milliardär bekannt, dass seine Firma Tesla keine Bitcoin-Zahlungen für seine Elektrofahrzeuge mehr akzeptieren würde und berief sich dabei auf die Umweltprobleme im Zusammenhang mit dem Bitcoin-Mining.

Nichtsdestotrotz machte er deutlich, dass Tesla weiterhin Bitcoin im Wert von über einer Milliarde US-Dollar in seiner Bilanz halten werde. Das Unternehmen hatte diese Krypto-Investition in einem Antrag an die US-Wertpapieraufsicht SEC im Februar bekanntgegeben.

Doch am Wochenende deutete Musk eine Kehrtwende an. Er hat sich auf Twitter mit einem mutmaßlichen Kryptowährungsbetrüger unterhalten. Dieser prognostizierte, dass Tesla seinen gesamten Bitcoin-Bestand in Höhe von 1,5 Mrd. US-Dollar verkaufen würde. Musk antwortete kurz: „In der Tat“. Händler interpretierten die Aussage so, dass er tatsächlich die Bitcoin-Bestände von Tesla verkaufen würde.

Musk hat später klargestellt, dass Tesla seine Bitcoin nicht verkauft hat.

Aber der Schaden war bereits angerichtet. Als der Bitcoin-Kurs fiel, kam es zu einem regelrechten Twitter-Streit zwischen Musk und der Bitcoin-Community. Der bekannte Investor und Krypto-Influencer Anthony „Pomp“ Pompliano nannte den Tesla-CEO dabei einen „emotionalen Milliardär“.

Pal sagte hingegen, Bitcoin-Händler sollten die „Wochenend-FUD“ ignorieren und die starken technischen Faktoren der Kryptowährung betrachten. Diese deuten auf einen bullischen Ausbruch hin. Er erklärte dazu::

„Nach dem FUD-Fest am Wochenende und den Streitereien, lasst uns zu den wichtigen Dingen zurückkehren. BTFD. BTC bildet höchstwahrscheinlich einen Keil… eine völlig normale Korrektur und gesund. […] Wenn Sie also noch etwas beiseite haben, kaufen Sie. Wenn Sie es nicht tun. HODLen Sie“.

Pals Bitcoin-Tweet erklärt

„BTFD“ ist ein Akronym für „buy the fucking dip“ (Kauf den verdammten Rückgang). Damit soll ausgedrückt werden, dass Trader Vermögenswerte stärker kaufen sollten, wenn deren Kurs fallen. Pal wirkt sehr optimistisch im Hinblick auf die jüngste Bitcoin-Korrektur und sieht ein fallendes Keilmuster.

Fallende Keile sind bullische Umkehrmuster. Sie treten auf, wenn der Kurs innerhalb einer Spanne, die durch zwei nach unten fallende Trendlinien definiert ist. Die Reaktionshochs und Reaktionstiefs, die sich daraus bilden, laufen zwangsläufig zusammen.

Typischerweise führt das dazu, dass der Kurs um die maximale Länge des Keils über die obere Trendlinie ausbricht. Diese technische Theorie ist die Grundlage für Pals bullische Aussichten zu Bitcoin.

Bitcoin-Keilformation deutet auf bevorstehenden bullischen Ausbruch hin. Quelle: Twitter

Ein gespiegeltes Bild von Pals BTC-Handels-Setup auf TradingView zeigt, dass der BTC/USD-Kurs beim nächsten Ausbruch nach oben um fast 14.000 US-Dollar steigen könnte.

Die Fundamentaldaten, wie etwa die Netzwerk-Hashrate und andere Indikatoren für den Bitcoin-Markt, sind ebenfalls weiterhin bullisch. Allerdings könnten auch einige makroökonomische Faktoren Bitcoin Auftrieb geben, insbesondere wenn der US-Dollar einbricht.

Außerdem will die US-Notenbank am 19. Mai das Protokoll ihrer Sitzung vom April veröffentlichen, aus dem hervorgehen dürfte, dass die Zentralbank die Zinsen bei Null halten sowie Staatsanleihen und hypothekarisch gesicherte Wertpapiere im Umfang von 120 Mrd. US-Dollar pro Monat kaufen wird. Und das wird bis mindestens 2023 so laufen.

„Wir erwarten, dass das Protokoll nochmals bekräftigen wird, dass die Entscheidungsträger den Anstieg der Inflation für vorübergehend halten“, so Kim Mundy, eine Währungsstrategin bei der Commonwealth Bank Australia in Sydney. Mundy sagte gegenüber Reuters außerdem:

„Wir erwarten also nicht, dass die US-Zentralbank ihre Wertpapierkäufe so bald herunterfahren wird. Man erwartet, dass der US-Dollar seinen Abwärtstrend in dieser Woche wieder fortführt, nachdem er in der letzten Woche einen Schub durch den CPI verzeichnen konnte.“





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