„Was habt ihr denn geraucht?“ – Kryptobranche feuert gegen Goldman Sachs zurück

Die Befürworter von Bitcoin (BTC) blasen zum Gegenangriff, nachdem bekannt wurde, dass die einflussreiche Investmentbank Goldman Sachs die marktführende Kryptowährung nicht als legitimes Anlageprodukt sieht.

Eine geleakte PowerPoint-Folie aus einer Onlinekonferenz vom 27. Mai zeigt, dass die fünftgrößte Bank der USA massive Vorbehalte gegenüber Kryptowährungen hat.

Goldman wiederholt altbekannte Kritik

Als Gründe nennt Goldman unter anderem, dass Bitcoin für Anleger kein fixes Einkommen erzielt, wie es zum Beispiel Anleihen und Aktien tun.

Dementsprechend trifft die Investmentbank das nüchterne, aber für Bitcoin vernichtende, Urteil, „dass ein Finanzprodukt, dessen Wertsteigerung allein davon abhängt, ob jemand anders einen höheren Wert dafür bezahlen will, kein empfehlenswertes Investitionsprodukt für unsere Klienten ist“.

Als weitere Kritikpunkte nennt die Bank hohe Volatilität (Wertschwankung) und einen Mangel an Beweisen, dass Bitcoin tatsächlich als Absicherung gegen Inflation fungiert. Diese Form der Kritik ist allerdings nicht neu aus Richtung des alteingesessenen Finanzsystems. Erst letzte Woche hat Vermögensverwalter Peter Mallouk gegenüber CNBC behauptet, dass es „keinen Grund“ geben würde, in die marktführende Kryptowährung zu investieren, obwohl diese sich in der Krise als stark erweist.

Mangelt es der Wall Street an Talent?

Der Liebesentzug von Goldman schlägt jedoch deutlich höhere Wellen, weshalb die Kryptobranche in den sozialen Medien heftigen Widerstand leistet.

So meint Dan Tapeiro von D-TAP Capital, dass die Investmentbank lediglich an ihren eigenen Umsatz denken würde.

„Goldman Sachs verdient keine Gebühren, wenn ein Klient bei ihnen #Bitcoin kauft. Der Kauf von Bitcoin impliziert eine Ablehnung derjenigen Finanzprodukte, die Goldman Sachs verkauft und an denen sie verdient“, wie er dementsprechend auf Twitter meint.

Und weiter:

„Mit dem Kauf von Bitcoin lehnt man ihre Weltanschauung ab, an der sie verdienen. Vertraut lieber auf Paul Tudor Jones (PTJ) und nicht auf Goldman Sachs (PTJ).“

Womit Tapeiro darauf anspielt, dass sich der namhafte Hedgefonds-Gründer Paul Tudor Jones kürzlich für Bitcoin als Anlageprodukt ausgesprochen hatte.

Tyler Winklevoss, der Gründer der Kryptobörse Gemini, kehrt derweil das positive an der Kritik hervor, indem er schlussfolgert, dass sich daran eine weitreichende Veränderung an der Finanzwelt ablesen lässt.

„Die Kryptobranche war mal das, wo man landet, wenn man es an der Wall Street nicht geschafft hat“, wie er zunächst schreibt.

Dahingehend ergänzt er sarkastisch:

„Die Qualität der Recherche, die Goldman Sachs hinsichtlich #Bitcoin betrieben hat, zeigt, dass sich die talentierten Leute jetzt genau andersrum entscheiden. Ab sofort landet man auf der Wall Street, wenn man es in der Kryptobranche nicht mehr schafft.“

In einem weiteren Twitter-Eintrag legte Winklevoss dann nach:

„Was habt ihr denn geraucht? Ich dachte Goldman ist die Bank an der Wall Street, bei der die schlauen Bänker angestellt sind.“

Andere Bitcoin-Fürsprecher zeigen sich wenig angriffslustig und meinen schulterzuckend, dass die Kritik der großen Finanzinstitute immer weniger Einfluss auf die Kryptowährung und deren Kursentwicklung hat.

„Ehrlich gesagt, waren die meisten ihrer Kritikpunkte absoluter Standard“, wie School of Arms Geschäftsführer John Bednarski die Einschätzung der Investmentbank deshalb zusammenfasst.





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